Konflikte in der Klasse

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Situation in der GS:

Streitsituationen fallen während der Pausen- und Unterrichtszeit auf:

  • Ausschluss von Mitschüler*innen bei Spielen.
  • Schlechtes reden, lästern über Mitschüler*innen.
  • Streiten, aus „Spaß“: jemanden ärgern, jagen, Beinchen stellen.
  • Spielgeräte wie Seilchen oder Bälle wegnehmen.
  • Drängeleien, wenn es darum geht, „als erstes“ auf dem Hof zu sein.
  • Drängeleien, wer als erstes in den Klassenraum kann
  • Verstecken von Jacken oder Turnbeuteln.
  • Das Wegnehmen von Arbeitsmaterial.
  • Ärger darüber, dass man im Unterricht gefühlt zu wenig drangenommen wird.
  • Das Gefühl, ungerecht oder unfair behandelt zu werden.

Unterschiede an unserer Schulart:

  • Schüler handeln sehr bedürfnisorientiert
  • Reizüberflutung
  • Anzahl der SchülerInnen in den Klassen
  • räumlich Enge
  • Festschreibung von Rollen durch wiederholtes Verhalten
  • Kommunikationsbarrieren
  • missverstandene Kontaktaufnahmen
  • große Bandbreite (bei den SuS) und daher unterschiedliche Interessen
  • soziale Normen sind sehr verschieden
  • gesellschaftliche Normen werden nicht begriffen
  • Vorbelastungen (Arousal zu hoch)
  • Aggressionen, die zumindest z.T. durch die Behinderung bedingt sind
  • Zeit der Lehrkraft fehlt, um auf Probleme einzugehen

Kann Streit wichtig bzw. normal sein?

  • Streit / Konflikt ist ein wichtiges Element bei der Persönlichkeitsentwicklung
  • manchmal gibt es bei den SuS eine erlernte Hilflosigkeit
  • den SuS fehlt das "Handwerkszeug" um die Konflikte zu lösen
  • gerade bei schwächeren SuS ist Streit z.T. mit massivem körperlichen Einsatz verbunden
  • soziale Kontakte außerhalb der Schule fehlen oft (wenig Möglichkeiten sich sozial zu erproben)
  • Soziale Kontrolle funktioniert nicht in allen Klassen

Was hilft den Lehrkräften?

  • mehr Zeit
  • mehr Ressourcen
  • Notfallpläne

Lösungsansätze

im Unterricht

- Einsatz von UK - gemeinsame Projekte durchführen - Langeweile vermeiden / Eigenbeschäftigung üben - Körperarbeit (Rangeln und Raufen) - Freizeitbeschäftigungen erlernen - wissen, was die SuS leisten können - individuelle Ziele - Entspannungsübungen - erlebnispädagogische Ansätze

standardisierte Programme

- Sozialtraining (schulhausintern) - Sozialtraining (externe Anbieter) - Locker bleiben - Faustlos

organisatorisch

- gute, stabile Strukturen - "Wie geht's mir"-Skala - (anonyme) Bewertungsskalen - individuelle Pausenbeschäftigungen zur Regulation - Tokensysteme - Verträge - "Ich-schaffe-das"-Mappe - Sitzordnung - Fallmanagement des Bezirks

An Förderzentrum gE kommen dazu

  • Grund oft nicht nachvollziehbar
  • Kommunikationsbarrieren
  • Aggressionen, die zumindest z.T. durch die Behinderung bedingt sind
  • Reizüberflutung
  • Grundsätzliche Antipathie, die sich nicht durch gesellschaftliche Normen zurückgehalten werden

Lösungsansätze:

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